Populismus Gefahr für Frieden

Zur Begrüßung wurden bei der Veranstaltung zum Thema „Zusammenleben“ in Meckesheim die 19 Grundrechte verteilt.

Vorstandswahlen im Kreisverband

Bei der Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes fanden turnusgemäß Vorstandswahlen statt.

Es gab fünf Bewerber*innen, die alle gewählt wurden:

Stephan Götz aus Malsch

Petra Groesser aus Neckargemünd

Sahin Karaaslan aus Leimen

Gabriela Lachenauer aus Wiesloch

Heinz Scheurer aus Spechbach

Kreisschatzmeister ist wie bisher Gerhard Welker aus Mühlhausen.

Die langjährigen Vorstandsmitglieder Dr. Edith Wolber aus Meckesheim, Ingrid Behner aus Bammental und Stefan Seitz aus Sinsheim hatten auf eigenen Wunsch nicht mehr für den Kreisvorstand kandidiert.

Bild v.l.n.r.: Petra Groesser, Stephan Götz, Gabriela Lachenauer, (MdL Hermino Katzenstein), Sahin Karaaslan und Heinz Scheurer

Wie sicher ist Afghanistan tatsächlich?

Reisebericht von Fotojournalist Erik Marquardt stieß auf großes Interesse

Jahrhundertaufgabe Atommüll

(isbe)„Ohne eine intakte Umwelt ist alles nichts.“ Mit diesen Worten begrüßte Memet Kilic, Bundestagskandidat der Grünen im Wahlkreis Rhein-Neckar, die Zuhörerinnen in Meckesheim.

„Trump, Putin, Erdogan stehen derzeit für viele besorgniserregende Entwicklungen weltweit. Dennoch bleiben umweltpolitische Themen bei den Grünen an erster Stelle. Zu Recht!“ betont Memet Kilic und übergibt das Wort an Sylvia Kotting-Uhl, die Referentin des Abends zum Thema „Jahrhundertaufgabe Atommüll“.

Die atompolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion beginnt mit einem kurzen Rückblick. In der Vergangenheit hätten die Versuche einer Endlagerung für radioaktiven Müll mehr Schaden angerichtet als zur Entwicklung überzeugender Konzepte beizutragen.

Bei der Asse hat sich die Art der Einlagerung der Atommüllfässer als Desaster entwickelt, das bis heute nicht bewältigt ist. Gorleben als Endlager zu etablieren hat zu einem jahrzehntelangen Großkonflikt geführt, der erst durch einen  Untersuchungsausschuss auf Initiative der Grünen hin zu einem Ende gebracht wurde.

Jetzt müsse dringend mit der Suche nach dem bestgeeigneten Endlagerstandort für hochradioaktiven Müll begonnen werden.

Auch wenn sich die Grünen mit ihrer Forderung, den Atomausstieg im Grundgesetz festzuschreiben, nicht durchsetzen konnten, seien viele grüne Impulse von der Endlagersuch-Kommission aufgenommen.
Mögliche Standorte in Ton-, Salz- oder kristallinem Gestein sollen nach einem festgelegten Kriterienkatalog ergebnisoffen und transparent einem vergleichenden Verfahren  unterworfen werden. Mit Hilfe von Regional- und Fachkonferenzen und einem sog. nationalen Begleitgremium soll eine breite und transparente Beteiligung nicht nur von Experten, sondern auch in hohem Maße die Beteiligung der  Bevölkerung gelingen.
Die Ergebnisse müssen in mehreren Gesetzesentscheidungen vom Bundestag und Bundesrat festgeschrieben werden.

Viele Probleme, die lange nicht angegangen wurden, ranken sich rundum die Nutzung der Atomkraft.

„Fair und gerecht? Man nennt es auch Dilemma“, bringt Kotting-Uhl einige Probleme auf den Punkt: Die Klagen der AKW-Betreiber, die Zwischenlagerung an den Kraftwerks-Standorten und die Interessen zukünftiger Generationen. Damit spricht sie auch besonders die Rolle der Grünen an, die sich seit Beginn gegen die Nutzung der Atomkraft zur Wehr gesetzt haben.

Dass sich die Grünen dennoch daran beteiligen, die Lösung der Probleme und Bedrohungen durch die radioaktive Erbmasse in möglichst sichere Bahnen zu lenken, ist für die Bundestagsabgeordnete nur folgerichtig.

„Widerstand war jahrzehntelang die angebrachte Form“ so Kotting-Uhl über das Selbstverständnis und die Verantwortung für kommende Generationen.

Sechs Jahre nachdem der Atomausstieg von einer großen parteiübergreifenden Mehrheit im Bundestag beschlossen wurde und die Abschaltung der letzten AKWs in Deutschland in fünf Jahren erreicht sein wird, müssten sich heute alle um möglichst sichere Lösungen im Umgang mit dem Atommüll bemühen.

Angesichts der Zeiträume, die für eine Endlagersuche benötigt werden,  könne der Beginn einer Standortsuche nicht weiter verschoben werden. Dennoch müsse Gründlichkeit vor Schnelligkeit die Leitlinie sein. Viele Kriterien für die Eignung möglicher Standorte müssen geprüft werden.

Kotting-Uhl  hatte sich zudem in der Endlagerkommission immer wieder für Beteiligung und Transparenz stark gemacht hat: „Die Nachvollziehbarkeit des Auswahlverfahrens  und die Beteiligung der Bevölkerung sind zwingend notwendig, um Verständnis und die nötige Akzeptanz für den letztlich zu findenden Standort zu erreichen“.

Bei der aktuellen Überarbeitung des Standortauswahlgesetzes seien wichtige Aspekte für einen erfolgversprechenden Endlagersuchprozess eingearbeitet worden.

 

Bild: Kilic, Kotting-Uhl

„Auf dem richtigen Weg für den Schutz der Natur“

Die Grundzüge der Umwelt- und Naturschutzpolitik des Landes skizzierte Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft bei einer GRÜNEN Veranstaltung in Wiesloch.

Als Moderator begrüßt der grüneBundestagskandidat Memet Kilic die Gäste im Kulturhaus.

Landtagsabgeordneter Hermino Katzensteinerzählt, wie seine Eltern, die beide Biologielehrer waren, im Wanderurlaub mit Kosmos-Naturführer auf Pirsch gingen. Damals mussten sie auf der Fahrt in die Berge noch anhalten, um Windschutzscheibe und Scheinwerfer sauber zu bekommen, so viele Insekten gab es. Die intensive Landwirtschaft mit dem Einsatz von Pestiziden habe dazu geführt, dass die Zahl der Insekten und mit ihnen auch die der Insekten fressenden Vögel dramatisch zurückgegangen sei, so Katzenstein.