Allgemein

Die Zukunft unserer Landwirtschaft – mit Maria Heubuch, Grüne Europa-Abgeordnete

Wie sichern wir das Überleben der Betriebe, gesunde Böden und Nahrungsmittel, Vielfalt bei Pflanzen und Tierarten und unsere Kulturlandschaft?“

Nicht nur im Kraichgau sind Bauern und Verbraucherinnen über diese Fragen besorgt. Bäuerliche Landwirtschaft wird vom Druck der Agrarindustrie und politischen Fehlentscheidungen bedroht.

Maria Heubuch will erreichen, dass nachhaltige Landwirtschaft gezielter gefördert wird. Die Grüne Agrarexpertin setzt sich im EU-Parlament für eine Neuausrichtung der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP) ein. Sie ist Mitglied im Agrar- und Entwicklungs- sowie im Glyphosat-Sonderausschuss.
„Wir müssen Vielfalt schaffen auf allen Ebenen“, fordert Maria Heubuch, deren Familie einen Milchviehbetrieb im Allgäu bewirtschaftet.

Den Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung zur Veranstaltung des Kreisverbandes Odenwald-Kraichgau und des Ortsverbandes Sinsheim von Freitag, 08. Juni finden Sie unten verlinkt.

 

Hier geht’s zum Artikel in der RNZ

Zur schärfsten These schwieg der Referent

Harald Grendus sprach über Wasserstoff als möglichen Energieträger der Zukunft

Sinsheim. (abc) Trotz staatlicher Kaufprämie steigt die Zahl der in Deutschland zugelassener Elektroautos gemäß der kürzlich veröffentlichten Halbzeitbilanz des Förderprogramms nur sehr langsam. Dem Verfahrenschemiker Harald Grendus zufolge liegt dies an den nach wie vor unzureichenden Batteriespeichern. Stattdessen machte er sich am Donnerstagabend mit einem Vortrag während des jüngsten Treffens des Grünen-Ortsverbandes im Begegnungscafé Sam am Burgplatz für Wasserstoff stark.

Treffen zum Thema Wasserstoff

Liebe Grüne,

ich hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gekommen!
Bei uns geht es gleich spannend los: am nächsten Donnerstag, 11. Januar, um 20:00 Uhr ist das nächste Treffen des Grünen Ortsverbandes im Café SAM am Burgplatz.

Harald Grendus, Physiker und Mitglied des Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellenverband e.V., wird uns mit einem 15minütigen Vortrag auf den aktuellen Informationsstand zum Thema Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb bringen.
Auf die Erläuterung seiner These“ Die Gemarkung Sinsheim könnte sich in 10 Jahren energetisch selbst versorgen, d.h. auch den Wasserstoff für Busse, LKWs und PKWs selbst herstellen und daraus Einnahmen für kommunale Zwecke erzielen. Das Nachsehen hätten die Despoten der Erdöl- und Rüstungsindustrie sowie andere Kriegsprofiteure.
Das friedliche Zeitalter der solaren Wasserstoffwirtschaft bricht an, und wir sind dabei! “ sind wir sehr gespannt, sicher wird es eine interessante Diskussion geben.

Anschließend gibt es noch Infos aus dem Gemeinderat, z.B. den neusten Stand beim Stadthallenausbau.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Herzliche Grüße, für den Grünen Ortsverband

Anja Wirtherle

PS: Zum Vormerken: am Donnerstag, den 8.Februar, wird unser Landtagsabgeordneter Hermino Katzenstein bei unserem Treffen dabeisein.

Verkehrsminister Hermann in Sinsheim

Winfried Hermann steht seit über sechs Jahren als Verkehrsminister für die Entwicklung einer nachhaltigen und zukunftsweisenden Verkehrspolitik in Baden-Württemberg.

Am Donnerstag, den 7.9.2017 um 19:30 Uhr spricht er zum Thema „Mobilität von morgen“ im Cafe Lounge Airport beim Auto und Technik Museum Sinsheim.

Bundestagskandidat Memet Kilic wird die anschließende Gesprächsrunde moderieren. Dabei können auch Fragen eingebracht werden. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen.

Der Zugang zum Cafe Lounge Airport ist nur wenige Meter hinter dem Haupteingang zum Museum und Kino. Einlass ist ab 19 Uhr.

„Die soziale Sicherung muss neu aufgestellt werden“

Sozialpolitiker Wolfgang Strengmann-Kuhn präsentierte in Wiesloch „Grüne Sozialpolitik“

Die Schere zwischen Arm und Reich geht auseinander, Globalisierung und Digitalisierung verändern Arbeitswelt und Gesellschaft. Dass vor diesem Hintergrund die soziale Sicherheit vielen Bürgern besonders unter den Nägeln brennt, weiß auch der Bundestagskandidat der Grünen im Wahlkreis Rhein-Neckar, Memet Kilic. Als ausgewiesenen Fachmann hatte er den sozialpolitischen Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion Wolfgang Strengmann-Kuhn nach Wiesloch ins „Soccer4You“ eingeladen.

Kilic erinnert daran, dass sich der Frankfurter Bundestagsabgeordnete in seiner Zeit als Wissenschaftler intensiv mit dem Thema Armut befasst und Lösungsvorschläge entwickelt hatte. Vieles davon finde sich im grünen Wahlprogramm wieder, das – wie Gabriela Lachenauer vom Grünen Ortsverband Wiesloch eingangs betont hatte – druckfrisch auslag.

Von Bürgerversicherung bis Grundeinkommen dekliniert Strengmann-Kuhn die grüne Sozialpolitik durch, nennt dabei jede Menge Zahlen und auch einen gemeinsamen Nenner: die Freiheit und Selbstbestimmung des Einzelnen. Dass es uns so gut geht liege auch daran, dass die geburtenstarken Jahrgänge (noch) im Erwerbsalter sind, macht der Sozialpolitiker, mit Jahrgang 1964 selbst Babyboomer, klar und fordert: „In den nächsten vier Jahren muss die soziale Sicherung neu aufgestellt werden.“

Um sie auf eine breitere Basis zu stellen wollen die Grünen die Sozialversicherung schrittweise zu einer Bürgerversicherung für alle Einkommensarten weiterentwickeln. Auch Selbständige, Abgeordnete und Beamte würden einzahlen. Zur Finanzierung sollen neben den Arbeits- künftig auch die Vermögenseinkommen einbezogen werden.

20 Prozent betrage der Anteil der Kinder, die als arm gelten. „Mangelnde Teilhabe und Ausgrenzung haben langfristige Folgen“, warnt Strengmann-Kuhn. Die Stärkung der Kinder im grünen Familienbudget sei zentral. Es soll Familien entlasten, die Förderung gerechter machen und durch einen Kindergeld-Bonus für Familien mit geringem Einkommen das Existenzminimum von Kindern sichern.

Verbessert werden soll auch die Versorgung weiterer schlecht abgesicherter Bevölkerungsgruppen wie die steigende Zahl Selbständiger mit geringen Einkommen oder Frauen, die in einem Arbeitsleben im Durchschnitt weniger als halb so viel verdienen wie Männer. 3,4 bis vier Millionen Menschen, die erwerbstätig seien, bezögen ein Einkommen unterhalb der Armutsgrenze.

Damit all diesen Menschen nicht die Altersarmut droht, wollen die Grünen die Ansprüche aufstocken und eine Garantierente einführen, die ohne Bedürftigkeitsprüfung auskommt. „Das unterscheidet uns von allen anderen Parteien“, betont der Sozialpolitiker.

Strengmann-Kuhn bekennt sich zu einem Grundeinkommen als nicht bedürftigkeitsgeprüfte Leistung. Dieses könnte als neue Basis des Wirtschaftens Kreativität freisetzen. Sanktionen könnten abgeschafft und Jobcenter zu Dienstleistern der Arbeitsuchenden werden. Erste Ergebnisse eines Projekts in Finnland mit 2000 Arbeitslosen zeigten, dass die Menschen sich eher befreit fühlen, selbständiger werden und leichter Arbeit finden.

Das Grundeinkommen sei das beste Mittel um der AfD das Wasser abzugraben, ist der Abgeordnete überzeugt. Doch bei dem Thema seien sich die Grünen noch nicht einig, beschlossen worden sei vorerst, die gesellschaftliche Debatte über ein Grundeinkommen mit einem Modellprojekt zu befördern.

In der spannenden Diskussion ging es unter anderem um die praktische Umsetzung der Konzepte, die lange etablierte Bürgerversicherung in der Schweiz und um die Einbeziehung der europäischen Ebene.

 

Bild: Strengmann-Kuhn, Kilic

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