WOHNEN-wo und wie? – mit Susanne Bay

Susanne Bay und Hermino Katzenstein          Bild: Privat

 

In vielen Gemeinden und Städten wird Wohnraum zum Luxus. Das müssen wir mittlerweile auch in Sinsheim feststellen. Daher kam am Montag, den 22.10.2018 Susanne Bay (Sprecherin für Bauen und Wohnen der Grünen im Landtag) nach Sinsheim-Rohrbach um über das teils sehr komplizierte Thema bezahlbares Wohnen zu berichten. Über eine halbe Stunde berichtete sie über die Vorhaben der Grünen Landesregierung und welche Fördermittel bereits zur Verfügung stehen. Doch sie sah auch einige Entwicklungen als bedenklich an.  Danach hatten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit eigene Fragen zu stellen.

 

Baden-Württemberg wächst immer mehr. Mittlerweile leben über 11 Millionen Bürger in unserem Bundesland, somit wächst auch der Bedarf an Wohnraum stetig an. Susanne Bay sah kritisch, dass immer mehr Fläche für den Wohnungsbau verbraucht wird. Zwischen 3,5 und 5 Hektar Land werden täglich in Baden-Württemberg neu verbaut, dies entspricht einer Fläche von 5-7 Fußballfelder. Zusätzlich verschlimmert diese Entwicklung, dass die durchschnittliche Haushaltsgröße abnimmt. Momentan fehlen dadurch jährlich ca. 88.000Wohnungen. Der steigende Preis für Grundstücke erschwert außerdem den Bau neuer Mehrfamilienhäuser mit bezahlbaren Wohnungen. So stieg Beispielsweise der Quadratmeterpreis innerhalb eines Jahres, von August 2017 bis August 2018, um ca. 4%.

 

Anschließend erklärte Susanne Bay verschiedenste Fördermittel des Landes und Bestrebungen der Grünen in Baden-Württemberg für Sozialwohnungen zu sorgen, wobei sie den Begriff „geförderter Wohnraum“ favorisiert. Fördermittel werden von der Landesbank Baden-Württemberg ausgeschüttet. Hier könne man sich auch speziell mit seinem Vorhaben beraten lassen und Förderungen in Anspruch nehmen. Das Land selbst baut jährlich 35.000 – 40.000 neue bezahlbare Wohnungen. Da es immer noch viele leerstehende Wohnungen gibt, müsse man Anreize für Besitzer schaffen, diese zu vermieten z.B durch Unterstützung bei der Sanierung. Um den Flächenverbrauch einzuschränken müsse man auch mit dem Gedanken spielen Parkplätze zu überbauen oder über Gewerbeimmobilien Wohnungen einzurichten. Auch Flächenmanager können den Kommunen helfen neue Flächenressourcen zu finden, auf denen geförderte Wohnungen entstehen könnten.

 

Zusammengefasst kann man sagen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt

 

 

 

 

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