Monatliche Archives Oktober 2014

Neue Beratungsstelle für ambulant betreute Wohnformen

Sozialpolitikerin der Grünen und Mitglied im Sozialausschuss des Landes, MdL Charlotte Schneidewind-Hartnagel: „Wir unterstützen Kommunen und Kreise beim Aufbau von innovativen Wohnformen etwa für Pflegebedürftige“

An diesem Samstag (1. November) nimmt eine neue landesweite Beratungsstelle für ambulant betreute Wohnformen offiziell ihre Arbeit auf. Das hat die Sozialpolitikerin der Grünen im Landtag und Mitglied des Sozialausschuss des Landes Charlotte Schneidewind-Hartnagel, bekanntgegeben. Sie soll als Fachstelle die Kommunen und Kreise darin unterstützen, vor Ort den Auf- und Ausbau beispielweise von ambulant betreuten Wohngemeinschaften voranzutreiben. Dazu gehört insbesondere die Befähigung zur Beratung von potenziellen WG-Bewohnerinnen und -Bewohnern, Initiativen, Projektverantwortlichen und Trägern, die solche Wohngemeinschaften einrichten wollen. Die Fachstelle ist zunächst auf zwei Jahre angelegt und wird beim Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) angesiedelt. Während der Projektlaufzeit sollen die Kommunen so viel Unterstützung bekommen, dass sie danach selbständig qualifizierte Beratung und Betreuung vor Ort leisten können. Das Sozialministerium stellt Schneidewind-Hartnagel zufolge 550.000 Euro für die neue Fachstelle zur Verfügung.

Nach den Worten Schneidewind-Hartnagels wurden mit dem neuen, am 31.5.2014 in Kraft getretenen Heimrecht, dem Gesetz für unterstützende Wohnformen, Teilhabe und Pflege (WTPG), die Voraussetzungen für die Einführung und Verbreitung von innovativen neuen Wohnformen im Alter und bei Pflegebedürftigkeit geschaffen.

Schneidewind-Hartnagel: „Die ambulant betreuten Wohngemeinschaften bilden dabei das Herzstück. Sie ermöglichen ein weitgehend selbstbestimmtes Wohnen im Alter und bei Pflege- und Unterstützungsbedarf. Um den flächendeckenden Aufbau dieser neuen Wohnform voranzubringen, unterstützen wir unsere Kreise und Kommunen bei allen Fragen rund um diese innovative Wohnform. Ältere Menschen sollen bald überall im Land die Möglichkeit haben, auf ein solches Angebot zugreifen zu können.“

Die neue Beratungsstelle dockt an das Netzwerk und die Fachexpertise des KVJS an. „Die meisten Menschen wollen im Alter möglichst lange selbstbestimmt in ihren eigenen vier Wänden leben“, sagt KVJS-Verbandsdirektor Senator e.h. Prof. Roland Klinger. „Im Rahmen der Seniorenplanung und Wohnberatung beobachten unsere Fachleute seit Jahren einen steigenden Bedarf an Unterstützung für das Wohnen zuhause. Der KVJS baut mit der neuen Aufgabe die praxisnahe Beratung für neue Wohnformen aus und fördert somit das selbstbestimmte Wohnen.“

Begleitet wird die Arbeit der Fachstelle von einem Beirat, in dem neben dem Sozialministerium auch Betroffenenvertreter wie die Alzheimer-Gesellschaft, der Landesseniorenrat sowie Behindertenorganisationen vertreten sind, aber auch Pflegestützpunkte, Kassen, Pflegeanbieter und Kommunen. Außerdem sollen auch Vertreter bereits existierender Wohngemeinschaften im Land im Projektbeirat beteiligt werden.

Was sind ambulant betreute Wohngemeinschaften?

Mit dem neuen Gesetz für unterstützende Wohnformen, Teilhabe und Pflege (WTPG) wird eine Vielzahl verschiedener innovativer Wohnformen in Baden-Württemberg ermöglicht. Vorgesehen ist, dass ambulant betreute Wohnformen künftig als zusätzliche Säule neben dem Wohnen in den eigenen vier Wänden, trägerbetriebenen ambulanten Wohngemeinschaften und stationären Einrichtungen im Land etabliert werden. Getragen werden ambulant betreute Wohngemeinschaften von einem „Anbieter“ – das können auch Angehörigeninitiativen, Bürgervereine oder Kommunen sein. Die Wohngemeinschaften dürfen je nach Einrichtung zwischen acht und zwölf Bewohnerinnen und Bewohner aufnehmen und orientieren sich bewusst an der eigenen Häuslichkeit.

Ergänzende Information:

Zu erreichen ist die Fachstelle unter Tel. 0711 6375 0, www.kvjs.de

 

Quelle: PM vom 30.10.2014

Waibstadt stand zusammen gegen Rechts!

Waibstadt hat am heutigen Sonntag klar gemacht, dass Nazis nicht willkommen sind. Kurzerhand wurde die von den Rechtsextremen angemeldete Demoroute direkt am Bahnhof von hunderten Menschen so erfolgreich blockiert, dass die Nazis keinen einzigen Meter marschieren konnten.

Besonders erfreulich, dass die Waibstadter nach dem Aufruf von Bürgermeister Locher und dem einstimmigen Beschluß des Gemeinderats für das Flüchtlingswohnheim selbst aktiv wurden. Mittels Bannern, Plakaten und sehr lautstark wurde den wenigen angereisten, ewiggestrigen Nazis klar gemacht, dass Waibstadt modern und weltoffen ist und was man von den Aktivitäten der NPD und deren unterstützenden Freien Kameradschaften hält.

Aufruf: Waibstadt steht zusammen gegen Rechts

Liebe Leute,

nachfolgend ein Aufruf aus Waibstadt, den wir gerne weitergeben.
Bitte verbreitet es und kommt zahlreich. Unterstützt die Leute vor Ort in ihrem Bemühen gegen Rechts!

Aufruf: Waibstadt steht zusammen gegen Rechts

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der NPD Kreisverband Rhein-Neckar hat für Sonntag, den 05.10.2014 eine Demonstration in Waibstadt angemeldet. (Streckenverlauf: Start um 12:15 Uhr am Bahnhof, über Hauptstraße, Antoniusstraße, Alte Sinsheimer Straße, Lerchenstraße und Amalienstraße zum Bismarckplatz. Dort erfolgt eine Schlusskundgebung)

Wir lehnen dies ab; es besteht jedoch keine rechtliche Möglichkeit dies zu verhindern. In unserem demokratischen Land ist es zu akzeptieren, dass  Extremisten vor den Augen der Öffentlichkeit durch die Straßen ziehen und ihre fragwürdigen Parolen vertreiben. Aber wir können verhindern, dass sie die Straßen und Plätze dominieren und das Bild unserer Stadt in der Öffentlichkeit prägen und verzerren.

Der Gemeinderat hat dem Bauantrag zur Nutzung des ehemaligen Altenheimes in eine Flüchtlingsunterkunft einstimmig zugestimmt. Als Vertreter unserer Bürger sagen wir eindeutig ja zur Flüchtlingsunterbringung und nein zu rechten Parolen und Aufmärschen.

Deswegen sind alle Mitbürgerinnen und Mitbürger aufgerufen: Zeigen Sie entlang der geplanten Demonstrationsstrecke durch friedlichen Protest, dass die braune Szene in Waibstadt nicht erwünscht ist.

Waibstadt ist bunt und nicht braun. In Waibstadt gibt es keine rechte Szene und es ärgert uns alle maßlos, dass dieses braune Gedankengut von außen nach Waibstadt hineingetragen werden soll.

Deutschland ist ein Land, das nach bitteren Erfahrungen mit Extremismus und Gewalt, vielleicht gründlicher als andere Länder seine historischen Lektionen gelernt hat. Wir wollen nie wieder zurück in einen solchen braunen Sumpf, wie wollen nie wieder zurück in autoritäre oder totalitäre Verhältnisse, die es im 20. Jahrhundert in verschiedenen Phasen unserer Geschichte leider hierzulande gegeben hat.
Toleranz und Weltoffenheit sind Markenzeichen einer freiheitlichen Gesellschaft. Deshalb dürfen Extremismus, Rassismus und Antisemitismus bei uns keine Chance haben. Wir dulden in unserer Stadt keinen Fremdenhass! Mit uns nicht!

Waibstadt steht zusammen gegen Rechts!
Alle die genauso denken sind am Sonntag eingeladen, um entlang der geplanten Demo-Strecke diese Werte zu vertreten.

Gute Willkommenskultur in Waibstadt entwickelt

MdL Charlotte Schneidewind-Hartnagel (Grüne) besucht die Flüchtlingsunterkunft in Waibstadt

Seit Freitag ist die Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Seniorenheim in der Waibstadter Hauptstraße mit Leben gefüllt. Vorwiegend Flüchtlinge aus Syrien, Palästina, Pakistan und Indien sind angekommen und leben sich nun ein. Nach Krieg, Verfolgung, Verlust der Heimat und Flucht suchen sie in Deutschland Asyl.
Die Flüchtlinge kommen direkt aus der Landeserstaufnahmestelle in Karlsruhe nach Waibstadt. „Es wartet viel Arbeit auf uns, aber die Menschen sind nicht hilflos und finden sich schnell zurecht“, wie Sozialarbeiterin Mascha Bender berichtet. Sie koordiniert gemeinsam mit den KollegInnen des Landkreises und der Stadtverwaltung die Versorgung der Neuankömmlinge.

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